Monat: Juni 2020

Möbelbau

Bei allen Wohnmobil-Ausbauten die wir bisher gemacht haben, war uns immer wichtig, dass sie praktisch sind, hübsch aussehen und mit möglichst nachhaltigen Materialien gebaut werden.

Dementsprechend  versuchen wir so wenig wie möglich neu zu kaufen und recyceln wo wir können. Da wir in dem Schulbus ca 15qm Wohnraum zu Verfügung haben, konnten wir für den Ausbau viele unserer Möbel verwenden. Wir mussten einiges umbauen, oder zweckentfremden. So wurde eine alte Kommode zu einem Waschtisch, ein Teil eines Kleiderschranks zu unserem Sofa und Puppenschränkchen dienen als Oberschränke in der Küche.

 

Wohnküche

Wenn man unseren Bus über die Veranda betritt, steht man direkt in einer gemütlichen Wohnküche, in der man kochen, spülen, auf dem Sofa abhängen, essen, vor dem Kamin sitzen, arbeiten und noch eine Menge anderer Sachen machen kann.

 

Gekocht wird bei uns auf einem englischen Emaille Gasherd aus den 60er Jahren, dieser ist das Highlight der Küche und leistet trotz seines hohen Alters treue Dienste.

 

 

Eigentlich ist unser Spülbecken für ein „Standard-Wohnmobil“ zu groß und viel zu schwer. Aber da wir uns noch nie wirklich an Standards gehalten haben, konnten wir auch mit guten Gewissen eine 20 Kilo schwere Keramik Spüle mit zwei Becken einbauen. Diese ist unheimlich praktisch, um dreckiges Geschirr zu sammeln und zum Wäschewaschen eignet sie sich auch.

 

Beim Thema Kühlschrank sind wir der Marke „Engel“ treu geblieben. Wir haben die Kühlschränke und Boxen vor fünf Jahren in Australien kennengelernt und sind seitdem von ihrer Leistung und Qualität überzeugt. In unserem VW Bus hatten wir die Engel MT-45-FS Kompressor Kühlbox verbaut.

Der Vorteil einer Kühlbox ist der geringe Stromverbrauch, weil die Kälte beim Öffnen nicht „rausfällt“. Mich hat es aber immer gestört, die Sachen die man brauchte, von ganz unten herausfischen zu müssen.

Deshalb haben wir uns diesmal für einen Kühlschrank mit 80l Fassungsvermögen und Gefrierfach entschieden.

 

 

Badezimmer

In unserem Badezimmer mit ganzen 1,2 qm, haben wir eine Trenntoilette und eine Dusche eingebaut. Wir haben uns aufgrund des Gewichts gegen Fliesen in der Duschkabine entschieden, stattdessen haben wir die Wände in Betonoptik verputzt und mit 3 Schichten Bootslack versiegelt.

-Mal sehen, wie lange es hält.

Damit die Feuchtigkeit besser abziehen kann haben wir zusätzlich ein Dachfenster eingebaut.

 

 

Schlafzimmer

Uns war es sehr wichtig ein festes Bett zu haben, sodass man sich, ohne etwas aufzubauen, auszuziehen oder umzuklappen einfach hinlegen kann, wann immer man möchte.

Als Auflage des Bettes dient eine alte Werkstatt Kommode, die gleichzeitig unser Kleiderschrank ist  und ein mit der Wand verschraubter Balken. Das Lattenrost lässt sich samt Matratze hoch klappen, um in seltenen Fällen an die Wasserinstallation zu kommen. Unter dem Bett befinden sich nämlich zwei 150 Liter Wasserkanister, ein Warmwasserboiler, eine Druckpumpe, ein Druckausgleichbehälter, ein 4- Kartuschen Wasserfilter und zwei Akkus für die Solaranlage.